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Die "kleine" GmbH 

Innerhalb des GmbH-Rechts ist als neue Unternehmensform – gewissermaßen als „kleine GmbH“ – die Unternehmergesellschaft (UG) eingeführt worden. Das Mindeststammkapital der GmbH beträgt 25.000,00 €.

Die UG darf bereits mit einem Stammkapital von 1,00 € gegründet werden. Zu berücksichtigen bleibt allerdings, dass die Gründungs-, Einrichtungs- und Anlaufkosten in jedem Falle einen deutlich höheren Betrag als 1,00 € erfordern.

Nach Errichtung der GmbH vor dem Notar ist ein auf die Gesellschaft (i.G.) lautendes Konto einzurichten und das Stammkapital mindestens zur Hälfte auf dieses Konto einzuzahlen; der Sachverhalt ist dem beurkundeten Notar vor Anmeldung der GmbH zum Handelsregister nachzuweisen.

Bei der UG-Gründung ist das Stammkapital in voller Höhe auf ein Konto der Gesellschaft einzuzahlen. Hinzu tritt hier die Verpflichtung, aus den künftigen Gewinnen der Gesellschaft Rücklagen zu bilden und damit das Stammkapital nach Möglichkeit bis zur GmbH-Mindesteinlage von 25.000,00 € zu erhöhen. Danach kann die UG in eine GmbH übergeleitet werden.

                 

                                                                                 

Im Falle der GmbH-Gründung ist als Mindestzahleinlage – wie dargelegt – nur die Hälfte des Stammkapitals und deshalb mindestens ein Betrag von 12.500,00 € aufzubringen. Dies gilt – anders als früher – auch für die Ein-Personen-Gesellschaft.

Wegen der allgemeinen Verbreitung und Bekanntheit der GmbH und den damit in der Akquisition und im Wettbewerb ggf. verbundenen Vorteilen im Vergleich zu der weithin unbekannten „Unternehmergesellschaft“ mit ungewissem und/oder geringem Stammkapital geht eine verbreitete Beratungsempfehlung dahin, sich nur dann für die Rechtform der UG zu entscheiden, wenn der Gesellschaft kurzfristig lediglich Mittel von weniger als 12.500,00 € zur Verfügung stehen.